Mauke loswerden

Mauke beim Pferd – Ursachen, Symptome und Behandlung

Mauke beim Pferd – Ursachen, Symptome und Behandlung

Mauke ist eine schmerzhafte, entzündliche Hauterkrankung des Pferdes und zählt mit der Strahlfäule, Phlegmonen und verschiedenen Pilzinfektionen zu den häufigsten Erkrankungen beim Pferd. Sie tritt im Bereich der Fesselbeuge auf und wir daher in der Tiermedizin auch als „Fesselekzem“ bezeichnet. Das erste Stadium beginnt hier mit einer Hautrötung und leichten Schwellung, welche in der weiteren Entwicklung aufreißt und zu blutigen Hautläsionen mit Krustenbildung führt. Entzündungen, starke Schwellungen bis hin zum Einschuss sind die Folge. Bei einem schweren Verlauf dehnt sich die Mauke über weitere Teile des unteren Bewegungsapparates aus. Besonders bei immer wiederkehrender Mauke kommt es zur Gewebeverdickung mit teilweise großer Narbenbildung. Daher sollte Mauke schon im Anfangsstadium umgehend und sorgfältig behandelt werden.

Mauke Pferd
Foto: stock.adobe.com – anjajuli

Was ist Mauke?

Mauke beim Pferd beginnt meist als juckende Hautrötung. Durch mechanische Schädigungen, zum Beispiel durch Reiben oder Kratzen des Pferdes sowie durch äußere schädigende Faktoren wie Nässe, Schmutz, Urin usw., geht die Rötung schnell in ein stark nässendes Ekzem mit der Bildung von Krusten oder auch einem schmierigen Belag über. Es kommt zu Haarausfall an den betroffenen Stellen. Im weiteren Verlauf verdickt sich die Haut sehr stark und es kann zu Bläschenbildung mit eitrigem Sekret kommen. Die Haut ist durch die Entzündung deutlich erwärmt und fühlt sich pergamentartig an. Bei fortschreitender Krankheit können Hautwucherungen auftreten, welche zu Blutungen mit stinkendem Exsudat neigen.

Durch die unterschiedlichen Krankheitsverläufe kann die Mauke in 3 Kategorien unterteilen werden:

Trockene Mauke mit Krusten- und Schorfbildung

Nasse Mauke mit nässenden, übelriechenden Hautausschlägen

Warzige Mauke mit wuchernden Hautveränderungen

Die akut beginnende Hautentzündung entwickelt sich schnell zu einer chronischen Erkrankung, die sich bis zum Vorderfußwurzel- bzw. Sprunggelenk ausbreiten kann und daher sofort einer intensiven Behandlung bedarf. Bei einer fortgeschrittenen Mauke kann die Entzündung der Haut so schmerzhaft sein, dass die betroffenen Pferde lahmen.

Ursachen von Mauke

Die intakte Haut bildet ein natürliches Schutzschild gegen äußere Umwelteinflüsse. Die natürliche Bakterienflora kann die Haut dabei unterstützen, schädliche Keime abzuhalten. Dennoch gibt es Faktoren, die diese Schutzmechanismen der Haut schwächen und eine Mauke begünstigen.

Grundlegend ist Mauke eine bakterielle Infektion der Haut, ausgelöst durch die geminderte Widerstandsfähigkeit der Haut. Die Krankheit tritt häufig in den Wintermonaten auf. Ständig herrschende Feuchtigkeit begünstigt den Ausbruch der Erkrankung. Durch die Feuchtigkeit kann es passieren, dass die Fesselbeuge bzw. die Haut an der Stelle aufquillt, sodass kleine Risse entstehen. Ist das Gleichgewicht zwischen positiven und negativen Bakterien aus den Fugen geraten, siedeln sich negative Bakterien an den Rissen stark an, vermehren sich und lösen Hautirritationen aus.

Mauke
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Unsaubere, nasse Boxen oder auch Hygienemängel auf der Weide können ebenfalls eine solche Erkrankung begünstigen. Auch ein geschwächtes Immunsystem, psychische Faktoren wie Stress oder Erschöpfung, schlechte Fütterung oder Nährstoffmangel und mangelnde oder auch übertriebene Pflege können Ursachen für den Ausbruch der Erkrankung sein. Mechanische Reizung der Haut z.B. durch Sand oder auch schlechtsitzendes Equipment wie Hufschuhe, Bandagen und Gamaschen kann eine Eintrittspforte für Keime bieten und dadurch Mauke begünstigen.

Neben den Bakterien kann eine Mauke in einigen Fällen auch durch Milben (Fußräude) oder durch Hautpilze und Viren hervorgerufen werden. Ebenso kann auf eine bakteriell bedingte Mauke auch eine Sekundärinfektion mit Milben, Viren oder Hautpilzen und umgekehrt folgen.

Es gibt Tiere, die anfälliger für Mauke sind als andere, z.B. Rassen mit einem ausgeprägten Kötenbehang. Bei einem langen Behang können sich Feuchtigkeit sowie Schmutz besser und länger halten und einen optimalen Nährboden für Bakterien, Viren, Pilze und Milben bilden.

Behandlungsmethoden bei Mauke

Die Mauke bei Pferden ist eine weit verbreitete Hauterkrankung, aufwändig in der Behandlung und hat schon so manchen Pferdebesitzer zur Verzweiflung gebracht. Jeder, der schon einmal ein Pferd mit Mauke versorgt hat weiß, dass es einige Zeit mühevoller Pflege bedarf, um diesen Zustand wieder loszuwerden. Damit dies auch gelingt, muss immer als erstes die Ursache gefunden und eliminiert werden. Die Auslöser von Mauke können sehr unterschiedlich sein, daher ist auch die Behandlung meist vielseitig.

Ultraschallvernebler am Einstreu

Da in den meisten Fällen die Feuchtigkeit als Hauptursache gilt, sollte über eine Umgestaltung der Haltungsbedingungen nachgedacht werden. Die Box sollte immer mit sauberer und trockener Einstreu ausgelegt sein. Die Hygiene auf Weiden und Paddocks kann durch Trockenlegung und regelmäßiges Abäppeln verbessert werden. Die Nutzung matschiger Ausläufe und Weiden oder zu tiefer Sandböden sollte von Mauke belastenten Pferden gemieden werden. Eventueller Hautpilz oder Milbenbefall kann von einem Tierarzt diagnostiziert werden. Dieser wird ein Milben abtötendes Mittel verschreiben.

Bei Pferden mit Kötenbehang ist es aus hygienischen Gründen ratsam diesen bis zur vollständigen Ausheilung abzuscheren. Um Mauke, ausgelöst durch bakterielle Belastung und Pilzbefall von Gamaschen, Hufschuhen, Hufglocken usw. vorzubeugen, sollte dieses Equipment regelmäßig gereinigt und auch desinfiziert werden. Wir informieren Sie sich auch über die Möglichkeit, mit unserer Nebeldusche schnell ganze Ställe und Boxen großflächig zu desinfizieren; für Ihr Pferd kann das eine richtige Wellnessbehandlung sein.

Generell müssen bei Mauke die Fesseln regelmäßig gereinigt werden. Die schonende Säuberung mit Wasser und Jodseife dient dazu die Krusten aufzuweichen und leicht abzulösen, Sekrete zu entfernen und die Keimzahl zu reduzieren. Trockenreiben und Rubbeln ist unbedingt zu vermeiden! Gerade regenerierte Wundränder reißen so leicht wieder auf und bieten Keimen eine neue Angriffsfläche. Bitte nur vorsichtig mit einem sauberen Tuch trocken tupfen. Die betroffen Stellen sollten zudem regelmäßig mit einem hautfreundlichen Desinfektionsmittel besprüht oder betupft werden um Erreger wie Bakterien, Viren und Pilze abzutöten.

Salben auf Zinkbasis können die Wundheilung ebenfalls unterstützen. Sie pflegen die Haut und schützen vor dem Austrockenen. Salben sollten jedoch nicht zu dick aufgetragen werden, da sie sonst die Wunde luftdicht abschließen und dadurch das Keimwachstum nur noch begünstigt wird.

Weitere Maßnahmen bei Mauke beim Pferd

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Da Stress, Bewegungsmangel sowie Übergewicht ebenfalls bei Pferden zum Auslöser von Mauke werden können, sollte Haltung, Herdenverträglichkeit, Training etc. ebenfalls auf den Prüfstand gestellt werden und entsprechend Änderungen vorgenommen werden. Sollte die Mauke mit diesen Maßnahmen nicht besser werden, ist auch bei der Fütterung auf einige Faktoren zu achten. Bei manchen Pferden kann eine Mauke durch Nahrungsmittelallergien ausgelöst werden. Hier sollte man sich mittels Ausschlussdiät an mögliche Auslöser rantasten. Generell sollten Mauke-Pferde stärkearm gefüttert werden.

Bei Pferden die überwiegend nur Heu gefüttert bekommen, ist es wichtig ein gutes Mineralfutter und hochwertige Fettsäuren wie Omega 3/Omega 6 z.B. durch die Gabe von Lein- und Hanföl zuzuführen. Besonders bei Zinkmangel treten bei Pferden gerne Hautprobleme auf. Auch Beta-Carotin in Futtermöhren hat sich bewährt. Durch Stress, Juckreiz und Immunreaktion haben Pferde mit Mauke zudem einen erhöhten Bedarf an Aminosäuren. Dieser kann durch die Gabe von etwas Mash aus Weizenkleie, Leinsamen und Sojaschrot gedeckt werden. Auch Bierhefe wirkt sich positiv auf die Haut- und Fellgesundheit aus und versorgt das Pferd mit den nötigen B-Vitaminen.

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Daniela-Maria Friedrich

Head of Animal Services

M. Sc. „Equine Sciences and Management
B. Sc. „Applied Chemistry“

daniela.friedrich@saltisept.com
Mobil: +49 160 – 92130328
Tel.: +49 6595 – 87530-04

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